Managed Training Services – Mit weniger mehr erreichen

Judith SpickBereichsleiterin Sales

Was sind die Hauptziele und Herausforderungen von Learning & Development heutzutage? Darauf gibt es eine einfache Antwort:

Die Qualität der Lernangebote in allen Aspekten zu steigern und dabei Kosten zu sparen. Doch so einfach diese Antwort auf den ersten Blick erscheint, so vielfältige Herausforderungen stecken dahinter.

Learning & Development – moderne Herausforderungen lösen

Die Herausforderungen, für die L&D-Mitarbeiter:innen heutzutage verantwortlich sind, sind sowohl groß als auch vielfältig:

  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit:
    Learning & Development-Angebote müssen sich stärker an das eigene Tempo anpassen, in verschiedenen Formen und Formaten angeboten werden (Micro-, Remote- und Hybrid-Learning und kürzere Lernzyklen) und sich an verschiedene Generationen anpassen.
  • Rollenwandel der L&D-Fachkräfte:
    L&D-Mitarbeiter:innen nehmen eine beratende Funktion ein und werden zu Geschäftspartnern.
  • Re- und Upskilling-Initiativen:
    L&D muss umfangreiche Re- und Upskilling-Initiativen ins Leben rufen, z. B. um Mitarbeiter:innen fit für die Digitalisierung und 21st century skillsCentury Skills zu machen.
  • Unternehmenskultur und Führungskräfteentwicklung:
    L&D muss eine positive und innovative Unternehmenskultur schaffen und unterstützen, indem sie Führungskräfte dahingehend proaktiv weiterbildet.
  • Geschäftskritische Inhalte:
    L&D muss geschäftskritische Inhalte und Portfoliobereiche betreuen, z. B. Lehrpläne für den Vertrieb oder den Einkauf, die sich auf die Geschäftsergebnisse auswirken werden.
  • Plattformmanagement:
    L&D muss Lernplattformen wie LMS (Learning Management Systems) und LXP (Learning Experience Platforms) verwalten.

Doch während die Aufgaben zunehmend komplexer und umfangreicher werden, sind die Ressourcen für L&D immer begrenzter – weniger Mitarbeiter:innen, geringere Budgets , straffere Zeitpläne, und schnell erwartete Antworten auf komplexe Fragen. Zudem soll gesamtheitlich die Time-to-Market verkürzt werden.

In unserem Whitepaper „Managed Training Services – So bauen Sie eine effektive Lernorganisation auf“ finden Sie ausführliche Informationen zu den aktuellen Herausforderungen von L&D-Abteilungen.

Die Herausforderung für Learning & Development besteht also darin, dass diese Hauptziele, Qualitätssteigerung, Kosteneinsparung bei gleichzeitiger Schnelligkeit, widersprüchlich erscheinen. Es müssen Wege gefunden werden, um diese Herausforderung zu meistern. Einer der Wege kann Managed Training Services sein. Doch: Was steckt dahinter?

1. Interne Verwaltungskosten reduzieren

Um all die oben genannten Herausforderungen zu meistern, muss L&D Ressourcen freisetzen. Dies kann geschehen, indem externe Unterstützung für den Bereich Training und Weiterbildung in Anspruch genommen wird. Der gängigste Ansatz besteht darin , alle administrativen und operativen Aufgaben auszulagern.

Anbieter von Managed Training Services, kurz MTS, verfügen über sehr schlanke, hoch automatisierte Prozesse, die auf die Kundenanforderungen zugeschnitten sind. Zudem verfügen MTS-Anbieter sowohl über die personellen Ressourcen als auch über die nötigen Tools, um Schulungsprogramme schnell und effektiv umzusetzen.

Die Kosten sind in der Regel niedriger als bei eigenem Personal, da Unternehmen weder Zeit noch Geld aufwenden müssen, um gute Verwaltungsmitarbeiter:innen zu finden, einzustellen, zu schulen und langfristig zu halten. Darüber hinaus entfallen Personalkosten, Urlaubs- und Krankheitstage.

Dadurch haben interne L&D-Mitarbeiter:innen Zeit, sich auf wichtige strategische Aufgaben zu konzentrieren, was die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen steigert. Die L&D-Aktivität von Unternehmen wird bei Managed Training Services von neuen externen L&D-Mitarbeiter:innen verwaltet, deren Leitung immer noch beim Unternehmen selbst liegt, die aber im Auftrag des Unternehmens dienstleistungsorientiert handeln, um die Mitarbeiter:innen bestmöglich zu betreuen und eine großartige Lernerfahrung von Beginn an zu gewährleisten. Und das bei gleichzeitiger Kosteneinsparung.

2. Lieferantenkonsolidierung

Nur wenige Unternehmen könnten auf die Frage wie viele Schulungsanbieter sie haben“ eine konkrete Zahl nennen, denn viele Unternehmen wissen nicht genau, wie viele Anbieter sie in ihrem Portfolio haben. Die Zahlen reichen dabei von einigen Hundert, über 5000 bis 10 000 bei Unternehmen mit bis zu 50 000 Mitarbeiter:innnen, bis über 30.000 Anbieter weltweit.

Warum dies eine Herausforderung für die Learning & Development- Abteilung darstellt?

Weil viele Schulungsanbieter in erster Linie mit einem hohen Arbeitspensum und mit hohen Kosten verbunden sind. Ein weiterer Nachteil von zu vielen Schulungsanbietern ist, dass das Schulungsangebot unnötig aufgebläht ist und die Lernenden oft orientierungslos zurücklässt.

Doch um eine Lösung für diese Herausforderung zu finden, muss man früher ansetzen: Allein die Kosten für interne Prozesse sind sehr hoch. Das liegt unter anderem an folgenden Faktoren:

  • Die Pflege gültiger Verträge der Lieferantendaten im System
  • Bestellungen bei vielen Lieferanten
  • monatliche Prüfung und Begleichung von Rechnungen begleichen; im Durchschnitt 300 Rechnungen für Unternehmen mit 20-50 Mitarbeiter:innen
  • Verfolgung der verschiedenen Buchungs- und Stornierungsbedingungen und sonstiger Konditionen
  • Überwachung der Teilnehmerzufriedenheit und Verwaltung von Zwischenfällen
  • Die Einbindung und Pflege des Schulungsangebots im LMS oder LXP

Auch die externen Schulungskosten steigen, denn je mehr Anbieter vorhanden sind, desto unwahrscheinlicher ist die Aushandlung von Mengenrabatten.

Die Lösung kann darin bestehen, das Anbietermanagement auszulagern, das ebenfalls Teil des Angebots von Managed Training Services Anbietern ist. Hierbei gibt es drei gängige Modelle:

  1. Neutral Vendor: Alle Lieferanten können beibehalten werden, die Verträge laufen aber nun über den MTS-Anbieter.

  2. Master Vendor: Der Master Vendor harmonisiert das Portfolio und konsolidiert die Lieferanten.

  3. Master Service Provider: Ein strategischer Partner, der nicht nur das Portfolio und die Schulungsanbieter verwaltet, sondern auch bei der Definition und Umsetzung einer Lernstrategie unterstützt, internen Kunden direkt Beratung zu Lernprojekten anbietet, HR Business Partner in allen Fragen unterstützt und bei der Förderung von Lernangeboten im Unternehmen hilft.


Bei allen Modellen kann ein MTS-Anbieter sämtliche Lieferanten konsolidieren. So kann der administrative Aufwand reduziert werden, indem die Anzahl der Rechnungen drastisch gesenkt wird.

Dabei muss sich ein Unternehmen nicht zwingend entscheiden, welche Schulungsanbieter es halten oder abstoßen möchte, auch hier kann der MTS-Anbieter unterstützend zur Seite stehen und die Anbieter verwalten.

Mit den Leistungen eines Managed Training Services Anbieter verändert sich die Budgetlandschaft eines Unternehmens. Für den Mehrwertdienst dieser Anbieter muss mehr Budget eingeplant werden, jedoch werden die Aus- und Weiterbildungskosten umverteilt und ermöglichen die Zusammenarbeit mit Big Playern, die bessere Konditionen bieten, und die Gewährleistung eines qualitativ hochwertigen Portfolios erlauben.

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3. Optimierung des Lernportfolios

Eine weitere Frage, die sich Unternehmen stellen sollten: Wie schlank ist das eigene Schulungsportfolio?

Natürlich wollen die L&D-Abteilungen einen überzeugenden internen Katalog anbieten, der aus verschiedenen Formaten, Arten und zeitlichen Rahmen besteht und viele Unterthemen umfasst, um jeden Bedarf zu decken. Doch dieser Bedarf kann dazu führen, dass gleich mehrere Schulungen mit dem gleichen thematischen Schwerpunkt in das Portfolio aufgenommen werden.

Aber wenn das Portfolio zu breit und zu tiefgehend angelegt ist, verlieren die Lernenden schnell die Orientierung und es kann sehr schwierig werden, den Unterschied zwischen verschiedenen Schulungen zu denselben Themen zu erkennen.

Oft ist ein solch breites Angebot im Laufe der Zeit einfach gewachsen – durch Ergänzung neuer oder bestehender Themen. . Es fehlen aber auch oft die Ressourcen, um zumindest jährlich zu überprüfen, welche Themen aus dem Portfolio gestrichen werden sollten.

Ein qualifizierter Managed Training Services Partner verfügt über starke Portfolio-Management-Fähigkeiten und kann die L&D-Abteilungen beim Aufbau eines Katalogangebots unterstützen, das die Lernenden motiviert:

  • mit aktuellen Themen
  • modernster Methodik und Didaktik
  • in verschiedenen Zyklen - vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich
  • unter Berücksichtigung früherer Buchungs- und Zufriedenheitsraten (Net Promoter Score – NPS)
  • im Einklang mit strategischen Zielen, die durch das richtige Schulungsangebot unterstützt werden sollen

Ein kompetenter Portfoliomanager zeichnet sich vor allem durch eine gute Kenntnis des Marktes, der Beobachtung branchenspezifischer Updates und Trendstudien und der Durchführung von Benchmarks aus. Dadurch gewinnt er Expertise, welcher Anbieter für ein bestimmtes Thema besonders gut qualifiziert ist und ob das Preisniveau zum Unternehmensbudget passt.

Natürlich wird es immer noch einige sehr spezifische Bedürfnisse geben, die der Unternehmenskatalog nicht abdecken kann, das wird immer der Fall sein. Auch hier berät ein MTS-Partner die L&D-Mitarbeiter:innen über das am besten geeignete Angebot für ihre Bedürfnisse und kann kompetent beurteilen, welche Angebote in einen Katalog aufgenommen werden sollten und welche nur für individuelle Anforderungen geeignet sind.

Managed Training Services Anbieter – wo kann er noch unterstützen?

Neben der Lieferantenkonsolidierung und der Harmonisierung des Schulungsportfolios kann ein Managed Training Services Anbieter Unternehmen und L&D-Abteilungen aber noch in weiteren Bereichen beraten und unterstützen:

  • Verbesserte Berichtsmöglichkeiten und Transparenz:
    Unternehmen erhalten mithilfe eines Managed Training Services Anbieters Klarheit über ihre Schulungsausgaben und können nachvollziehen und sicherstellen, dass diese gut investiert waren
  • Erhöhte Flexibilität und Skalierbarkeit des Schulungsangebots:
    Große Rollout-Projekte werden nicht mehr auf die eigenen Ressourcen begrenzt, sondern werden vom Managed Training Services Anbieter effizient umgesetzt
  • Unterstützung bei der Internationalisierung:
    Ein MTS-Anbieter unterstützt Learning & Development bei der Bewältigung vielfältiger Herausforderungen bei der Internationalisierung des Schulungsportfolios

Managed Training Services – Der strategische Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen von Learning & Development sind zahlreich und vor allem strategische Ziele werden zukünftig noch mehr an Relevanz gewinnen. Anbieter von Managed Training Services können hier einen entscheidenden Vorteil bringen: Nicht nur durch eine administrative Entlastung des L&D, sondern auch durch ein umfassendes Serviceangebot in allen Bereichen: Ob Beratung, Lieferantenkonsolidierung, Portfolioharmonisierung – mit Managed Training Services bereiten Sie einer effektiven Lernorganisation den Weg.

Sie möchten mehr zu Managed Training Services und den zahlreichen Vorteilen erfahren? Laden Sie sich unser kostenfreies Whitepaper herunter und unterstützen Sie Ihr Learning & Development bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen.

Dieser Blogbeitrag wurde auf Grundlage eines Blogartikels der Cegos Group übersetzt und adaptiert. Den Originalbeitrag finden Sie hier:https://www.cegos.com/en/news-and-resources/blog-global-learning-and-development/transformation-of-the-ld-function/management-training-services-doing-more-with-less

Geschrieben von

Judith Spick

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